Den Alltag bestreiten mit MS

MS ist die Abkürzung für Multiple Sklerose und bei dem zentralen Nervensystem stellt dies eine chronisch-entzündliche Erkrankung dar. Neben Epilepsie handelt es sich um die zweithäufigste neurologische Erkrankung. Der Ausbruch der Erkrankung ist meist in dem frühen oder mittleren Erwachsenenalter und Frauen sind verglichen zu Männern häufiger betroffen. Nachdem Nerven im Spiel sind, kann alles im Körper von der Erkrankung betroffen sein. Die Rede ist somit von Sensorik und auch von Motorik und damit Sprechen, Merken, Bewegen, Hören, Sehen oder Fühlen. Anfangs verläuft die Krankheit oft in Schüben und es gibt immer wieder kurze Phasen mit neuen Symptomen. Nach den Phasen bilden sich die Symptome wieder zurück oder bleiben. Entstehen können die Symptome durch Entzündungen bei Nerven in Rückenmark und Hirn. Bei dem Krankheitsverlauf können dann immer neue Beeinträchtigungen hinzukommen. Generell sind bei allen Erkrankten die Symptome anders. Manche haben nur kleine Beeinträchtigungen und wieder andere haben sogar schwere Behinderungen. Gerne heißt die Krankheit auch oft Erkrankung mit 1000 Gesichtern. Nur wenige Erkrankte haben genau die gleichen Beeinträchtigungen und meist wird davon ausgegangen, dass es sich bei MS um eine Autoimmunerkrankung handelt. Das Immunsystem greift sich daher selbst an. MS ist nicht heilbar und mit Medikamenten kann lediglich der Verlauf verzögert werden. Keiner kann die Krankheit rückgängig machen oder sie aufhalten. Es gibt kein allgemeines Heilmittel und deshalb muss jeder Patient die Wirkstoffe testen, welche bei ihm wirken.

Der Alltag mit MS

Bei MS leiden viele Betroffene unter Gefühlsstörungen und in den Beinen kann die Motorik betroffen sein. Nicht selten kribbelt der gesamte Körper und auch die Handflächen können taub sein. Das Kribbeln im Körper kann wandern und oft macht dies sehr unruhig. MS kann die Betroffenen im Alltag viel Kraft kosten und oft besteht das Gefühl, als würden Beine oder Arme nicht zu den Personen gehören. Nachdem das Immunsystem geschwächt ist, können Erkältungen längere Zeit andauern. Bei Schwangerschaften ist zu beachten, dass die MS-Medikamente nicht während der Schwangerschaften empfohlen werden. Es ist nicht sicher, ob der Fötus geschädigt wird. Unter der MS-Medikation ist es auch aufwändiger, wenn man schwanger werden möchte. Die Medikamente sollten deshalb abgesetzt und ausgeschlichen werden. Die Frauen sollten dennoch nicht lange Zeit ohne Medikation bleiben, sonst kann die Schubrate natürlich ansteigen. Während Schwangerschaften kommt es jedoch selten zu Krankheitsschüben und so fühlen sich die Frauen hier meist besser. Bei der Schwangerschaft fährt das Immunsystem schließlich runter und hier greift es sich nicht selbst an. Natürlich ist für den Alltag immer wichtig, wie schlimm die Erkrankung im Körper vorhanden ist. Viele Erkrankte vertragen die MS Medikamente sehr gut und es gibt sogar zum Teil kaum Nebenwirkungen damit. Einige Lebensmittel können MS anfeuern und mit dazu gehören Zucker, Hülsenfrüchte, Getreide und Milch. Am besten wird auf einige Lebensmittel verzichtet. Immer ist der Stresspegel zu beachten und so bedeutet dies weniger Verabredungen und ausreichend Schlaf sind wichtig. Viel Zeit in der Natur ist ebenfalls wichtig und ausreichend Bewegung kann nicht schaden.

Den Alltag bestreiten mit MS
© Jenny Sturm – fotolia
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