Komplikationen einer Brustvergrößerung

Brustvergrößerungen sind bei Frauen sehr beliebt. Rein technisch gesehen, ist es eigentlich ein recht unkomplizierter Eingriff. Aber auch hier, wie bei jedem chirurgischen Eingriff, kann es zu Komplikationen kommen. Deshalb ist es zunächst wichtig, sich entsprechend zu informieren und sich einen kompetenten Chirurgen für den Eingriff zu suchen – dabei sind neben dem Internet auch Fachzeitschriften und Zeitungen mögliche Medien. Professor Dr. med. Nektarios Sinis, Experte für Brustvergrößerungen in Berlin, beschreibt die Problematik wie folgt: „Über Komplikationen wird nicht gerne gesprochen, da auch gewisse Ängste hinter dem Wunsch einer derartigen Veränderung stecken. Es darf aber nicht nur über die schönen Aspekte gesprochen werden.“ Wie diese weniger schönen Aspekte aussehen, beschreiben wir im Folgenden genauer.

Mögliche Komplikationen einer Brustvergrößerung
© euthymia – fotolia

Das Problem mit der Kapselfibrose

Kapselfibrosen sind eine relativ selten auftretende Komplikation nach Brustvergrößerungen mit Implantaten. Dies bedeutet, dass der Körper das Implantat mit einer Bindegewebsschicht umschließt, da er dieses als Fremdkörper erkennt. Zunächst ist dieser Verlauf normal und wünschenswert, sollte aber zu viel von diesem Bindegewebe gebildet werden, entsteht eine Kapselfibrose. Diese harte Bindegewebskapsel drückt dabei das Implantat zusammen und führt dann zu Verformungen der Brust.

In Extremsituationen, wie beispielsweise bei einem Autounfall kann es zu einem Implantat-Bruch kommen. Als Folge tritt dabei Silikon aus, da die Hülle in solchen Fällen reißen kann. Hier besteht aber ein verschwindet geringes Risiko, vorausgesetzt, es handelt sich um zeitgemäße Implantate. Diese sind reißfester und enthalten feste Füllungen, welche ein mögliches Auslaufen verhindern.

Verformen kann sich die Brust außerdem durch das Verrutschen des Implantates. Die Dehnung, welche dabei ausgelöst wird, kann zu einem vergrößerten Brustwarzenvorhof führen.

Eher selten treten Komplikationen wie eine Wundheilungsstörung oder eine übermäßige Narbenbildung auf. Brustimplantate bleiben zudem nicht immer stabil. Darum werden sie häufig 10 Jahre nach der Operation ausgetauscht. Wir empfehlen, auf die neuste Generation von Silikonimplantaten zu setzen – oftmals benötigen diese heutzutage gar keinen Austausch mehr.

Begleiterscheinungen können ebenfalls auftreten. Diese äußern sich meistens nach der Brustvergrößerung in leichten bis mäßigen Schmerzen. Spannungsgefühle und Hämatome gehören auch des Öfteren dazu. Auch Nachbluten und Schwellungen können nach der Operation erscheinen. Zudem kann es zu Empfindungsstörungen kommen.

Um all den möglichen Komplikationen und Begleiterscheinungen vorbeugen zu können, ist eine körperliche Schonung von enormer Relevanz. Belastungen, wie z.B. Sport, sollten für einige Monate gemieden werden. Für die Unterstützung des Heilungsprozesses der Brustvergrößerung wird ein Tape- Verband an die Brust der Patientin angebracht. Schon nach ca. drei Monaten kann dann das fertige Ergebnis beurteilt und begutachtet werden.

Mögliche Komplikationen einer Brustvergrößerung

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *