Nerven beschädigt
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Die Schädigung an peripheren Nerven, die von Gehirn und Rückenmark wegführen, kann sehr schmerzhaft und belastend für alle Betroffenen sein. Ein Symptom wie eine einschlafende Hand, die besonders nachts schmerzt, kann auf das sogenannte Nervenengpasssyndrom hindeuten. Hier sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden.

In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die Funktionseinschränkung durch die Schädigung an peripheren Nerven und wie Sie langzeitige Schädigungen verhindern.

 

Wie entsteht eine Schädigung an peripheren Nerven?

Durch äußere Einschnürung eines peripheren Nervs, der von Gehirn und Rückenmark wegführt, kann der sogenannte Engpass entstehen. Hier wird der Nerv so stark eingeklemmt, sodass nur ein operativer Eingriff helfen kann, damit langfristige Folgen einer Schädigung aufgehalten werden können.

Da die Übermittlung von Bewegungsabläufen oder Berührungen durch den geschädigten Nerv nicht mehr richtig ans Gehirn gegeben werden können, kann dies zu Funktionsstörungen wie Schmerzen oder Kribbeln führen. Auch Bewegungsstörungen und Temperaturstörungen können auftreten.

Durch die Entwicklung der Mikrochirurgie kann jedoch ein operativer Eingriff eine meist vollständige Regeneration mit sich bringen. Je nach Schwere des Falls kann es vorkommen, dass auch nur die Schmerzen eingedämmt werden.

Unter Durchführung mit einem Operationsmikroskop kann der Chirurg sehr genau arbeiten und eine optimale Versorgung leisten. Die Eingriffe erfolgen auf Wunsch mit örtlicher Betäubung, sodass der Patient kaum etwas von der Operation mitbekommt und zudem nur kleine Narben entstehen, da das Gewebe durch sehr feine Instrumente geschont wird.

 

Beispiele einer peripheren Schädigung

Sehr bekannt ist das Karpaltunnelsyndrom, bei dem eine Irritation des “Nervus medianus” entsteht und zu heftigen Schmerzen, besonders nachts, führen kann.

Hierbei dauert die Entlastungsoperation lediglich 15 Minuten. Bereits nach der Operation wird der Patient wieder schmerzfrei sein.

Beim Ulnarisrinnensyndrom wird der “Nervus Ulnaris” beschädigt und strahlt den Schmerz vom Ellebogen in die Finger aus. Es kann eine Schwäche in den Handmuskeln entstehen, sowie ein pelziges Gefühl in den Fingern. Dies kann den Alltag erheblich stören und die Lebensqualität einschränken. Auch hier kann ein kleiner Eingriff alles verändern.

Fazit

Der Eingriff bei einer Schädigung von peripheren Nerven kann die Lebensqualität nachhaltig wieder herstellen bzw. steigern. Die Operation verläuft schnell und risikoarm, da die moderne Technik heute mit guten Beleuchtungsverhältnissen und Instrumenten arbeitet. Im schlechtesten Fall ist zumindest eine Schmerzlinderung gewährleistet und im besten Falle wird der Patient nach dem Eingriff schmerzfrei sein. Daher sollte ein operativer Eingriff in jedem Falle in Erwägung gezogen werden, damit langfristige Schädigungen wie eine Lähmung der Muskulatur oder stärkere Schmerzen vermieden werden können.

Nerven beschädigt- Was nun?

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